Das Privileg der Schatten und die Kunst des stillen Hinhörens Die Gegenwart verlangt dem Nervensystem eine eigentümliche Form von Dauerbereitschaft ab. Bildschirme leuchten bis in die letzten Stunden des Tages, Nachrichten verlangen unmittelbare Reaktion, und selbst Erholung erscheint häufig als
Memento mori im Alltag: Wie barocke Vergänglichkeitssymbole innere Gelassenheit schenken
Das befreiende Echo der Endlichkeit Ein Totenschädel auf dunklem Samt, eine erlöschende Kerze, eine Sanduhr, deren Körner lautlos in die untere Kammer sinken: Solche Bilder wirken auf den ersten Blick wie eine Einladung zur Schwermut. Doch memento mori, die Erinnerung
